Beinahe täglich werde ich gefragt, wie man sich vor Phishing Angriffen schützen kann. In Zeiten von wsnpoem und diverser andere Malware, welche für Phishing Zwecke verwendet wird, gewinnt diese Frage zunehmend an Bedeutung. Längst nicht nur Bank-Daten sind Ziel der Phishing Angriffe, sondern vermehrt auch Google AdWords oder eBay. Aus diesem Grund habe ich hier ein ein paar Infos zusammengefasst, wie mach sich vor Phishing Attacken schützen kann.
Arten von Phishing
Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Phishing:
Phishing per E-Mail
Die bekannteste Art von Phishing ist wohl das Phishen per E-Mail. Hierbei sendet der Angreifer eine E-Mail an das Opfer. Die E-Mail versucht dem User vorzugaukeln, dass diese von seiner Bank stamme und versucht ihn auf eine Web-Adresse zu locken um dort die Bank-Daten einzugeben und zu bestätigen. Gibt das Opfer dort die Bank-Daten ein, fliessen diese nicht etwa zu seiner Bank sondern zu einem Server des Angreifers.
Wie man sich schützen kann:
Phishing mittels Malware
Diese Art von Phishing ist derzeit noch nicht so bekannt, wird jedoch häufig verwendet. Dabei wird auf dem Computer des Opfers Malware wie z.B. einen Trojaner, Virus, Keylogger, Rootkit oder Spyware installiert, um beim Login auf einer Bank-Webseite die Bank-Daten abzufangen. Das Gefährliche: Der Benutzer merkt von der Abhör-Aktion kaum was geschweige denn von der Malware, welche sich auf seinem System tummelt. Wer denk, dass das “Nicht Öffnen” von E-Mail Attachments schon der ganze Schutz sei, täuscht sich. Oft wird solche Software über sogenannte Browser Exploits (Schwachstellen in Web-Browsern wie z.B. im Internet Explorer) unbemerkt ins System eingeschleust. Besonders prekär: Die Trojaner können auch über scheinbar sichere Websites eingeschleust werden (link)
Wie man sich schützen kann:
Übrigens: Der Grossteil der AntiRootkit Software spürt auch unseren geliebten Freund wsnpoem auf.
Fazit
Online Banking ist niemals 100%. Daher sollten die Bankauszüge jeweils genau geprüft werden und ggf. schnellst möglichst Einsprache erhoben werden. Will man auf Nummer sicher gehen, sollte man sich für das Online Banking einen seperaten Computer zulegen, welcher ausschliesslich für das Online Banking benützt wird.
Die Schweizer Banken tendieren dazu, Schaden welcher durch Phishing entstanden ist, dem Kunden gut zu schreiben. Trotz der Kulanz der Banken sollte man mit seinen Bank-Daten vorsichtig umgehen und bei verdächtigen Mails an den persönlichen Menschenverstand appellieren.
Weiterführende Links:
MELANI: Sicheres e-Banking
Anti Phishing Workgroup: Report Phishing
CastleCops PIRT: Report Phishing
Trend Micro Rootkit Buster: download
McAfee Rootkit Detective: download
McAfee SiteAdvisor: download
Sophos Anti-Rootkit: download
Antirootkit.com: Rootkit Detection & Removal Software
Google Safe Browsing: download
Spybot S&D: download
Ad-Aware 2008: download
abuse.ch: “Money-Mule wird immer raffinierter”

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