Monthly Archive for January, 2008

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Virus getarnt als Windows Update

Gemäss dem McAfee Avert Lab Blog verbreitet sich ein als Windows Update “updateKB890830″ getarnter Virus über ein Profil mit dem Namen “Rita” auf myspace.com . Ich habe die Malware soeben einmal kurz analysiert:

Source: hxxp://winupdates.microsofm44.cn/updateKB890830.exe
File size: 36868 bytes
MD5: 799072ed2f7e5cb62b10ed625f173434
SHA1: f018a8127a4db01326f427947fa4ad5cf6f06a69

Die Datei wird leider erst von 4/32 Virenscannern erkennt (14.1.07 22:57 GMT +1) und z.B. von AntiVir als TR/Crypt.FKM.Gen bezeichnet.
Nach Ausführung der EXE-Datei startet die Malware einen eigenen Prozess (C:\WINDOWS\system32\rxjddnvj.exe) und kontaktiert die Domain winquickupdates.com:

hxxp://winquickupdates.com/newuser.php

Die Malware wollte mir danach weiss machen, mein PC sei infiziert und ich soll doch Dio Cleaner von http://topantispywarereviews.com herunterladen und installieren:

Dio Cleaner

Dio Cleaner wir als “Rouge Software”, also lasst eure Hände davon!

Es wird empfohlen, sämtlicher Traffic zu den oben genannten Domains zu verbieten:

microsofm44.cn (202.75.38.139)
winquickupdates.com (85.255.121.186)

XSS Lücke bei swisscom.com

Nach dem Debakel eines DNS Servers von Swisscom-Mobile, welcher einen vollständigen Zonentransfer erlaubte (Siehe Post “DNS Zonentransfer swisscom-mobile.ch und sf.tv”), fand ich heute Morgen ein weiteres Problem:

Scheinbar gibt es eine XSS-(Cross-Sit-Scripting) Lücke auf www.swisscom.com. Die Lücke findet sich im ASP-Script “RedirectWebLogLinks”, wo man eine beliebige Ziel Adresse eingeben kann. Das Script verweist den Besucher dann auf die entsprechende Webadresse.

Beispiel:

http://www.swisscom.com/SCMCMS/Scripts/RedirectWebLogLinks.aspx?dest=http://www.google.ch

Im obigen Beispiel wird man zu www.google.ch verwiesen, obwohl das ASP-Script scheinbar nur für die Seiten www.swisscom-fixnet.ch, www.swisscom-mobile.ch und www.swisscom.com verwedet wird.

Viele Fragen sich jetzt wahrscheinlich: “Schön und gut, aber was ist jetzt das Problem, wenn man mittels des ASP-Scripts auf fremde Seiten verwiesen werden kann?”. Die Antwort ist relativ plausibel: Das Script kann von Spammer oder Phisher benutzt werden, um auf schädliche Webseiten zu verweisen. Der Benutzer sieht dann im Link die Webseite www.swisscom.com, welche als vertrauenswürdig gilt.

Beispiel:

Ein User bekommt ein Mail mit HTML Code (was heute leider oft verwendet wird):

What makes Viagra the # 1 potency = pill?

* Viagra ensures Better Performance, Improved = Erection Quality and enhanced Hardness.
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* 16 million men worldwide have chosen Viagra = to treat ED.
* Every second 9 pills are bought. =
* Viagra is so safe that it can be taken once = daily.
* Viagra is covered by more health plans than = other oral ED treatments.

Buy Viagra Now!

Hinter “Buy Viagra Now” versteckt sich normalerweise ein Link zu einer Website der Spammer wie in diesem Falle http://kfytouonone.com (Bewertung von Siteadvisor).

Viele Firmen verwenden eine URL Blacklist (z.B. www.surbl.org, www.uribl.com) welche Mails mit Links auf bekannte Spammer Webseiten heraus filtert. Genau hier liegt nun die Gefahr: Ein Spammer kann das ASP-Script auf swisscom.com verwenden um URIBL Filter zu umgehen indem er einfach folgendes macht:

http://www.swisscom.com/SCMCMS/Scripts/RedirectWebLogLinks.aspx?dest=http://kfytouonone.com

Die folgend der Benutzung dieses ASP-Scripts durch dritte (z.B. Spammer) sind Imageschaden, Schlechte Website-Bewertung (z.B. durch Siteadvisor) oder sogar der Eintrag auf URIBLs was verheerende Auswirkungen haben kann (Da ja z.B. fast jede Signatur der Swisscom-Mitarbeitern einen Link zu www.swisscom.com enthält. Folge: Die emails werden aufgrund des URIBL-Listings blockiert.)

Eine weit grössere Gefahr als die Benutzung des Scripts durch Spammer ist, wenn die Lücke von Phisher oder Datensammler benützt wird. So kann ein Phisher z.B. emails verschicken wo auf eine Phishing site verwiesen wird um Kunden-Logins zu ergaunern. Der Benutzer sieht dann im Email den Link www.swisscom.com/und/so/weiter und denkt sich dabei nichts schlechtes.

Fazit: XSS-Lücken sind eine ernst zu nehmende Gefahr für ein Unternehmen und dessen Image!




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